Deutschland


Schubert

 Franz August Schubert

* 1806 Dessau

† 1893 Dessau

 

 

Franz August SCHUBERT war das sechste Kind eines Schneidermeisters. Sein Bruder Benjamin wurde Bildhauer und Vergolder.

Franz August bekam wegen der auffallenden Begabung bald Privatunterricht vom Dessauer Hofmaler H. BECK. Seine ersten Studien machte er in Dresden und München, wo ihn Werke von CORNELIUS am meisten beeindruckten. In der Klasse von Julius SCHNORR VON CAROLSFELD studierte er Kompositionslehre.

1833 begab er sich auf eine ausgedehnte Reise durch Italien. In Rom traf er  OVERBECK, Joseph Anton KOCH, v. RHODEN und THORWALDSEN. Durch einen herzoglichen Auftrag für ein lebensgroßes Abendmahlsbild konnte er sechs Jahre in Rom arbeiten und die Gegend bereisen. 1839 kehrte er nach Dessau zurück und heiratete die Tochter seines Lehrers BECK. Er folgte 1850 CORNELIUS nach Berlin, wurde dort aber nicht glücklich. Zurück in Dessau wurde er mit der Ausmalung der Decke des dortigen Konzertsaales beauftragt. SCHUBERT hinterließ überwiegend religiöse Staffeleibilder und Bibelillustrationen.

■ nach SCHUBERTs eigenem Lebenslauf. Quelle siehe unten.

 



[1480]

Verlag von E. A. Seemann in Leipzig, Kunstpostkarte Nr. 257
Verlag von E. A. Seemann in Leipzig, Kunstpostkarte Nr. 257

AUTOR 1

 

 

Eusebio di San Giorgio da Perugia 

(nachweisbar bis 1527) Katalog 1903

AUTOR 2

 

Pinturicchio (Perugia um 1452–1513 Siena)

TITEL

 

Der Erzengel Michael

    Erzengel Michael im Harnisch*

 

DATIERUNG  

keine Angabe

TECHNIK  

Fresko

FORMAT  

176 x 124 cm

ORT  

Leipzig

SAMMLUNG  

Museum der bildenden Künste

INVENTAR   480
LOST ART-ID   009812
     
TYPUS   Erzengel Michael als Sieger über den Satan

 

*►http://www.lostart.de/DE/Verlust/9812

Beim Bombenangriff am 4. Dezember 1945 im Museum am Augustusplatz vernichtet

 

Verzeichnis der Kunstwerke im Museum der bildenden Künste zu Leipzig. Leipzig, Breitkopf & Härtel, 1903, S. 212
Verzeichnis der Kunstwerke im Museum der bildenden Künste zu Leipzig. Leipzig, Breitkopf & Härtel, 1903, S. 212

1836

     

AUTOR

 

Franz August Schubert

TITEL

 

Der Erzengel Michael

   

nach einem Altarbild von LO SPAGNA

»einer Gräflichen Hauskapelle« im Dom zu Orvieto 

DATIERUNG  

1836

TECHNIK  

Aquarell über Graphitstift auf Velinpapier

FORMAT  

391 x 251 mm

ORT  

Detroit

SAMMLUNG  

Institute of Arts

INVENTAR   09. 1SDR263
     
TYPUS   Erzengel Michael als Sieger über den Satan

 

https://www.dia.org/art/collection/object/archangel-michael-60740

 

BESCHRIFTUNGEN

unten links: Lucas Signorelli p. 

unten rechts: copint v. F. Schubert 1836 in Orvieto das Original |[illegible] Leipzig

»Im Juli 1836 reiste ich nach Orvieto, den Signorelli im herrlichen Dom daselbst zu studieren, wo ich mehrere Bilder in Aquarell kopierte, so auch einen Heiligen Michael, Altarbild einer Gräflichen Hauskapelle von einem Mitschüler Raphaels, Giovanni, genannt la Spagna*, 1495, Schüler Peruginis, der jung starb und dem Raphael ebenbürtig war, ein sehr schönes Bild, das CORNELIUS restauriert hatte. «  zitiert nach: FRANZ AUGUST SCHUBERT – Lebenslauf

auf Verlangen aufgeschrieben im Jahre 1887. Aus: Franz August Schubert 1806 – 1893 Spuren eines Künstlerlebens, zusammengestellt und abgeschrieben aus den Originalen […] von Friederike Schubert-Ruthenberg, Blumberg, 1994 

online http://www.muenchen-surf.de (9. Jan. 2018)

 

*LO SPAGNA, eigentl. Giovanni di Pietro (um 1450 – 1528), Schüler, Mitarbeiter und Nachahmer PERUGINOs.

 

Dem Leipziger Katalog von 1903 zufolge, scheint Schubert tatsächlich das seit 1874 in Leipzig befindliche Fresko noch vor Ort in Italien aquarelliert zu haben.



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QUIS UT DEUS  – DER ERZENGEL MICHAEL IN DER BILDENDEN KUNST – VIRTUELLE AUSSTELLUNG UND MATERIALSAMMLUNG