Deutschland


THOMA

Hans Thoma

* 1839  Oberlehen,

Bernau im Schwarzwald

† 1924  Karlsruhe

Süddeutschland

München

Frankfurt/M

Karlsruhe

Volkstümlichster deutscher Maler seiner Generation.

Schüler von SCHIRMER in Karlsruhe, von SCHOLDERER in Paris.

THOMA folgt dem Realismus COURBETs, den er in Paris kennengelernt hatte, aber auch den Deutschen BÖCKLIN, FEUERBACH, MARÉES in Fortsetzung der Kunst der Romantik. ■  nach RECLAM, S. 698



1906

AUTOR Hans Thoma
TITEL St. Michael als Seelenwäger 
  Monatsbild September für die Thomakapelle
DATIERUNG 1906
TECHNIK Öl auf Pappe
FORMAT 81,5 x 66,5 cm
ORT Karlsruhe
SAMMLUNG Staatliche Kunsthalle
INVENTAR 1308/28
   

TYPUS

 

 

Erzengel Michael mit der Seelenwaage

als Sieger über Drachen

 

»Thomas „Kapelle“ wird heute kaum noch zu seinen Hauptwerken gezählt: Die Verbindung von Symbolismus und Realismus, eines hohen gedanklichen Anspruchs und einer gewollten Volkstümlichkeit erscheint misslich. Religion wird als Kunst inszeniert, Kunst zur Religion gemacht. Die Verehrung Christi und der Kult um den alternden Künstler vermengen sich auf prekäre Weise. So ist die Thoma-Kapelle heute vor allem ein historisches Zeugnis für die Kunstreligion zu Beginn des 20. Jahrhunderts, zu einer Zeit also, in der Wassily Kandinsky „das Geistige in der Kunst“ untersuchte und der Malerei auf ganz moderne, weitgehend abstrakte Weise eine spirituelle Seite abgewann.« ■ Holger Jacob-Friesen, Staatl. Kunsthalle Karlsruhe

 

Korrektur und Überarbeitung des Photos IMG_6299A von jean louis mazieres (flickr 2015)
Korrektur und Überarbeitung des Photos IMG_6299A von jean louis mazieres (flickr 2015)

Das Monatsbild  September im Gesamtzusammenhang der Thomakapelle.

 


http://kunstmuseum-hamburg.de/tag/hans-thoma-schutzengel/
http://kunstmuseum-hamburg.de/tag/hans-thoma-schutzengel/

Hans Thoma

Gott mit uns. (91. Psalm, Verse 1–8 und 9–16)

Hans Thoma

Erzengel Michael mit Waage und Schwert. o. J.

Algraphie (Aluminiumdruck), o. Maße

[Abb. 37 bei GALLE aus THODE: Hans Thoma. Betrachtungen über die Gesetzmäßigkeit seines Stiles. In: Die Kunst 9. 1903/04. Abb. vor S. 303]



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QUIS UT DEUS  – DER ERZENGEL MICHAEL IN DER BILDENDEN KUNST – VIRTUELLE AUSSTELLUNG UND MATERIALSAMMLUNG